Georg Zeike wuchs in einer Kirchenmusikerfamilie auf. Mit elf Jahren begann er, das Spiel auf dem Violoncello zu erlernen und studierte dieses Instrument sowie Viola
da gamba und Barockcello an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ Leipzig, u.a. bei Prof. Siegfried Pank.
Als freier Gambist und Cellist spielt er leidenschaftlich gern Basso-continuo-Partien ebenso wie Solo-Arien in Oratorien und Kantaten sowie barocke Kammermusik
auf Originalinstrumenten.
Georg Zeike unterrichtet Erwachsene und Kinder im Cello-, Barockcello- und Gambenspiel und führte von 2010-2018 gemeinsam mit der Sopranistin Christiane Wiese das
Musiktheater Das musikalische Fabularium. Damit reiste er in Deutschland herum und war mit zwei Auftragswerken bereits mehrfach beim Bachfest Leipzig verpflichtet.
Im Ensemble Himmelpfortgrund widmet sich Georg Zeike dem klassischen und romantischen Kammermusikrepertoire von Beethoven, Schubert, Mendelssohn u.a. auf
historischen Instrumenten. Dabei entstanden Rundfunkproduktionen und CDs mit dem Oktett von Franz Schubert und dem Septett von Conradin Kreutzer.
2024 führte er Schuberts Arpeggione-Sonate mit einem Nachbau eines Arpeggione (auch Gitarren-Violoncello) im Leipziger Museum für Musikinstrumente der Universität
Leipzig auf.
Als Solocellist des Leipziger Kammerorchesters unter Morten Schuldt-Jensen spielt er regelmäßig in Kopenhagen und war wiederholt Gast als Sologambist und
Continuocellist bei den Produktionen der Bachschen Passionen mit dem Aarhus Symfonieorkester.
Im Sommer 2022 erschien die CD Ruhe vor dem Sturm und Drang mit den Gambensonaten des Magdeburger Komponisten Johann Friedrich Ruhe (1699-1776) Diese nahm Georg Zeike gemeinsam mit der Cembalistin und Fortepiano-Spielerin Bernadett Mészáros für das Label Genuin auf. (Zu bestellen über das Kontaktformular.)
Für die Capella Fidicinia Leipzig konzipierte und spielte Georg Zeike von 2020-2025 Konzerte vor allem mit Gambenconsort. Diese Arbeit setzt er nun mit dem Æquius-Consort der Musizierenden Gesellschaft Leipzig fort. Im Herbst 2025 gründete sich der Förderverein der Musiziernden Gesellschaft Leipzig e.V., der das Ensemble organisatorisch und finanziell unterstützt und damit die Verbindung zum Publikum auch zwischen den Konzerten erhält und pflegt.
Auf seinem YouTube-Kanal dokumentiert Georg Zeike seine Arbeit mit einigen Videos.
Viola da Gamba
Noch bevor Georg Zeike jemals ein Violoncello in die Hand nahm, unternahm er seine ersten Streich-Versuche auf einer Viola da gamba aus dem familiären Haushalt. Dieses Instrument zog ihn vor allem in den Bachschen Passionen in seinen Bann. Seit 2001 widmet er sich nun ganz der Alten Musik mit der Viola da gamba und dem Barockcello. Im Jahr 2021 spielte er gemeinsam mit Bernadett Mészáros die vier Sonaten für Viola da gamba und Basso continuo des Magdeburger Komponisten Johann Friedrich Ruhe (1699-1776) ein.
Barockvioloncello
Nach dem Studium zum Orchestercellisten beschäftigte sich Georg Zeike zusätzlich mit dem Barockvioloncello. Die andere, noch ungewohnte Haltung des Instrumentes und die völlig neue Art, auf rauen Darmsaiten zu spielen, eröffneten ihm ungeahnte Möglichkeiten. Endlich klangen Bachs Suiten sinnvoll und begannen, sprechende Musik zu werden. Heute spielt er ausschließlich mit Darmsaiten und ohne Stachel.
Arpeggione
2024 hatte Georg Zeike die Gelegenheit, Franz Schuberts Sonate für Arpeggione und Klavier D.821 auf der Kopie eines Arpeggione (eine Mischung aus Violoncello und Gitarre) nach Anton Mitteis (1. Hälfte 19. Jh.) zu spielen. Begleitet wurde er dabei von Christopher Berensen am Hammerklavier (Tröndlin, Leipzig, ca. 1830).
In seiner Freizeit lernt und spielt Georg Zeike Posaune und begleitet als Organist vetretungsweise Gottesdienste in Kirchen in und um Leipzig.